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Kraniche über der Wetterau

Nachlese des diesjährigen Durchzugs

Kraniche, Foto: Christian Gelpke

Jedes Jahr wieder ist die Wetterau Durchzugsland und zum Teil Raststätte für Tausende Kraniche. Auch in den vergangenen Monaten waren über der Wetterau und ihren angrenzenden Landkreisen schätzungsweise 200 000 Tiere unterwegs. Auch wenn sich der diesjährige Herbstzug wegen des lange Zeit milden Wetters und des häufigen Gegenwinds von anderen Jahren unterschied, kann hier von annähernd gleichen Zahlen wie in den Vorjahren ausgegangen werden.

Im Gegensatz zu den Vorjahren hatten die Kraniche häufig mit tief hängenden Wolken und lange andauerndem Gegenwind zu kämpfen, so dass es keine herausragenden "Hauptzugstage" gab, sondern eher kleinere Trupps. Viele Tiere überflogen die Wetterau eher am nördlichen Ende. 

In der Spitze rasteten in den traditionellen Rastgebieten rund um das "Bingenheimer Ried" und die "Mittlere Horloffaue" mehrere Tausend Vögel.

Landrat Arnold, Vorsitzender des Naturschutzfonds, ist froh über diese Zahlen: "Sie zeigen, dass wir in der Wetterau gute Naturschutzgebiete haben und unsere ständigen Maßnahmen zur Aufwertung der Gebiete, wie Teichbauten und Vernässung, Wirkung zeigen."

Arnold appelliert dringend an die Vernunft von Natur- und Fotofreunden: "Kraniche haben eine extrem hohe Fluchtdistanz von rund 300 Metern, das heißt, dass sie sich gestört fühlen und auffliegen, wenn jemand sich in dieser Distanz aufhält. Wenn die Vögel dann abheben, verbrauchen sie wertvolle Energie, die sie eigentlich für den Weiterflug benötigen!"

Relativ störungsfrei kann man abends den Einflug von in der Umgebung rastenden Kranichen am Beobachtungsstand des Bingenheimer Rieds in Echzell- Bingenheim beobachten. Er ist von der Ortslage aus über die Straße "Riedweg" zu erreichen, Autos bitte oben an der Hauptstraße parken. 

Informationen zu Kranichen oder anderen Vögeln finden Sie beispielsweise unter www.kranichschutz.de, www.kraniche.de/, www.hgon.de oder www.nabu.de

veröffentlicht am: 02.12.2014

Wetteraukreis

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