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Geringere Ernte bei Bio-Apfel-Projekt

Die Bio-Äpfel werden über ein Förderband in einem Anhänger gesammelt.

Die Bio-Äpfel werden über ein Förderband in einem Anhänger gesammelt.

Nachdem das Jahr 2018 dem Bio-Apfel-Projekt des Naturschutzfonds Wetterau e.V. eine reiche Ernte bescherte, gab es in diesem Jahr deutlich weniger Äpfel. An der Sammelstelle des Projekts in Glauberg wurden von den Teilnehmern ca. 45 Tonnen Äpfel abgegeben. Im Jahr 2018 waren es hingegen mit 202 Tonnen mehr als viermal so viele Äpfel. Das Bio-Apfel-Projekt bietet Bewirtschaftern von Streuobstwiesen die Möglichkeit, ihre Ernte zu einem höheren Preis zu verkaufen.

„Große Schwankungen in der jährlichen Erntemenge sind völlig normal“, erklärt Franka Hensen, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes. „Da die Streuobstflächen biologisch bewirtschaftet werden und zudem weder Dünger noch Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, ist der Ertrag vor allem vom Wetter abhängig.“ Für die geringe Erntemenge in diesem Jahr könnten die Auswirkungen der Trockenheit des letzten Jahres mitverantwortlich sein. Überdies war das Frühjahr 2019 vielerorts recht kühl, was sich negativ auf die Blüte der Bäume auswirkte. Die Projektflächen sind außerdem alle unterschiedlich, überall sind die Standortbedingungen verschieden, die Erträge daher nur schwer abzuschätzen.

„Auch wenn es in diesem Jahr weniger Äpfel gab, so ist ihre Verarbeitung doch wichtig“, betont Landrat Jan Weckler, Vorsitzender des Verbandes. „Die Nutzung der Streuobstwiesen ist der beste Weg, diese wertvollen Landschaftsbestandteile zu erhalten.“ Der Naturschutzfonds setzt bei der Vermarktung des Streuobstes auf langfristige und regionale Kooperationen. So beliefert der Verband schon seit über zehn Jahren die Kelterei Rapps/Höhl. Wurde zu Projektbeginn noch Apfelessig aus dem Streuobst hergestellt, gibt es mittlerweile wohlschmeckenden Apfelsaft, der auch in diesem Jahr im regionalen Getränkehandel erhältlich sein wird.

veröffentlicht am: 25.10.2019

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