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Naturschutz geht nur gemeinsam

(v.l.n.r.) Vorsitzender Joachim Arnold mit den Vorstandsmitgliedern Udo Schädel für den Bereich Naturschutz, Andrea Rahn-Farr und Michael Schneller der Mitgliedergruppe Landwirtschaft und der Wöllstädter Bürgermeister Adrian Roskoni für die Mitgliedergruppe Kommune.

Heißt es doch oft „viele Köche verderben den Brei“, so trifft diese Äußerung sicher nicht auf die Arbeit des Naturschutzfonds Wetterau e.V. zu.

Der Vorstand ist drittelparitätisch besetzt, je zu einem Drittel Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen. Auch die Mitglieder repräsentieren alle drei Bereiche. Neben 24 Wetterauer Kommunen und dem Landkreis sind auch über 60 Natur-und Umweltschutzgruppen sowie der Regionalbauernverband, Maschinenring und viele weitere Unternehmen Mitglieder des Fonds.

Seit 1984 ist der Naturschutzfonds im Wetteraukreis einer der Hauptakteure in Punkto Naturschutz und Landschaftspflege. „Das Erfolgsrezept: Hier sitzen alle an einem Tisch“ so Joachim Arnold, Vorsitzender des Naturschutzfonds.

Am Montag wurde diese Prämisse wieder gelebt. Ein Großteil der Mitglieder entsprach der Einladung des Vorsitzenden Joachim Arnold zur Mitgliederversammlung. Die Geschäftsführung berichtete den Mitgliedern im Rahmen der Versammlung über alle wichtigen Geschehnisse des vergangenen Jahres. Neben wichtigen grundlegenden Themen, wie der Abrechnung des vergangenen Jahres und der Entlastung des Vorstandes, oder der Vorstellung des Haushaltsplans für das laufende Geschäftsjahr, wurden auch die Projekte des Fonds diskutiert.

So hat sich der Fonds beispielsweise an der konzeptionellen Entwicklung „Haus an den Salzwiesen“ in Ortenberg beteiligt. Beweidungsprojekte mit Schafen, vorzugsweise alter Nutztierrassen, und Rindern wurden im Kreisgebiet realisiert. Die extensive Beweidung fördert den Artenreichtum der Flächen.

Auch das altbewährte Projekt „Bio-Apfel“ gemeinsam mit der Kelterei Rapps steht für die kommenden drei Jahre auf dem Plan. Ökologisch angebaute Äpfel der Wetterau werden über den Naturschutzfonds direkt an die Kelterei vermarktet. Den Erzeugern bietet sich ein attraktives Preisangebot, denn dank der Arbeit des Naturschutzfonds erhalten die Erzeuger ein gehobenes Preisniveau. Davon profitiert am Ende besonders der Naturschutz, denn die Existenz der Wetterauer Streuobstwiesen ist stark gefährdet. Mangelnde Pflege und Nutzung der Streuobstgebiete bewirkt einen massiven Rückgang vieler Arten. Nicht nur Insekten profitieren enorm von den Strukturen, die die Streuobstflächen darstellen. Alte Apfelsorten wie der „Dorheimer Streifling“ sind nicht mehr häufig zu finden. Auch Tierarten wie der Wendehals, Grünsprecht, Gartenrotschwanz und Steinkauz sind auf die Streuobstwiesen der Wetterau angewiesen. Dessen sind sich die Mitglieder des Naturschutzfonds deutlich bewusst. Gemeinsam wollen sie sich für den Erhalt und die Pflege einsetzen.

Die Versammlung bestärkte die Anwesenden in der Bedeutung ihrer Arbeit, verdeutlichte das man gemeinsam auf dem richtigen Weg ist.

veröffentlicht am: 22.08.2018

Wetteraukreis

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