claim

Naturschutzfonds unterstützt Streuobstbauern

Reiner Bonacker aus Glauburg beteiligt sich seit vielen Jahren am Bio-Apfel- Projekt. Gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie und seinen Kindern bewirtschaftet er seine Bio-Streuobstwiesen rund um Glauburg. Die Bäume wurden von seinem Großvater und Vater vor über 70 Jahren gepflanzt. Reiner Bonacker pflegt die Apfelbäume bereits seit Kindesbeinen. Wie auf den meisten Wetterauer Streuobstwiesen wachsen viele verschiedene Apfelsorten auf seinen Flächen. Jede Sorte ist einzigartig im Geschmack. Die Kombination der Sorten ergibt ein besonderes Geschmackserlebnis.

Mancherorts hängen sie noch, die prächtigen, knackigen und saftigen Äpfel, für die die Wetterauer Streuobstwiesen bekannt sind. Die meisten dieser kleinen Vitaminbomben sind allerdings schon geerntet und zu gold-schimmernden, köstlichem Saft verarbeitet. So auch die Äpfel der Teilnehmer des Bio-Apfel Projektes des Öffnet externen Link in neuem FensterNaturschutzfonds Wetterau e.V.

Der Vorsitzende des Naturschutzfonds Wetterau, Joachim Arnold, freut sich, dass dank der guten Wetterlage die Ernte dieses Jahr nicht nur recht früh, sondern auch mit einem absoluten Spitzenertrag eingeholt werden konnte. Über 200 Tonnen Bio-Äpfel konnten die 22 Teilnehmer des Projektes insgesamt auf über 18 Hektar ernten. „Diese Spitzenernte haben wir uns erhofft, wegen des Wassermangels aber auch bis zuletzt gebangt“, so Franka Hensen, verantwortliche Projektkoordinatorin beim Landschaftspflegeverband.

Für die Bewirtschaftung, Pflege und Ernte sind die Teilnehmer des Projektes verantwortlich. Der Naturschutzfonds steht den Bewirtschaftern bei allen Fragestellungen beratend zur Seite, organisiert die Bio-Zertifizierung, stellt eine zentrale, biozertifizierte Sammelstelle bereit und vermarktet die Äpfel zu einem überdurchschnittlichen Preis.

Wichtigster Kooperationspartner ist dabei die Rapp’s Kelterei aus Karben, die die gesamte Erntemenge der Bio-Äpfel aufkauft und zu Bio Apfel Direktsaft verarbeitet. Volker Thoma, Geschäftsführer der Rapp‘s Kelterei in Karben/Hessen erklärt das Engagement der Kelterei wie folgt, „Äpfel aus der Region, in der Region zu Apfelsaft gekeltert und in der Region verkauft und konsumiert. Das ist Nachhaltigkeit“.

„Ohne die Zusammenarbeit mit der Rapp’s Kelterei die bereit ist, den Aufwand der Bewirtschafter durch einen Aufpreis zu honorieren, wäre die Umsetzung des Projektes nicht möglich“, so Hensen weiter.

Streuobstwiesen gehören zu Landschaftsbild in der Wetterau

Die Streuobstwiesen gehören in der Wetterau zum typischen Landschaftsbild, bieten Nahrung, Schutz und Lebensraum für Insekten, seltene Vögel wie den Gartenrotschwanz oder auch Wendehals und Steinkauz. Aber auch Fledermäuse und Siebenschläfer finden hier einen geeigneten Lebensraum.
Nicht zuletzt stellen die Streuobstwiesen mit ihren teilweise alten knorrigen Bäumen eine ästhetische Augenweide dar. Dies gilt insbesondere in der Blütezeit im Frühjahr.

Auch Naturschutzdezernent Matthias Walther unterstützt den Naturschutzfonds in seiner Arbeit. „Das Projekt ist eine gute Möglichkeit die Pflege der Streuobstwiesen durch die Eigentümer zu sichern. Davon profitieren am Ende nicht nur die Bewirtschafter, sondern besonders der Naturschutz.“

veröffentlicht am: 25.10.2018

Wetteraukreis

Der Kreisausschuss

Landschaftspflegeverband Naturschutzfonds Wetterau e.V. Homburger Straße 17
61169 Friedberg

Ansprechpartner/in Burkhard Olberts Telefon 06031 83-4309 Fax 06031 83-914309 E-Mail Burkhard Olberts