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Schäferexkursion zu Magerrasen im Schutzgebiet

Im Vordergrund blühende Glockenblumen als Teil des Magerrasens.

Im Vordergrund blühende Glockenblumen als Teil des Magerrasens.

Zu einer Exkursion für interessierte Schäfer hat der Naturschutzfonds Wetterau dieser Tage auf den Lohberg bei Nidda Unter-Schmitten eingeladen. Durchführung solcher Exkursionen ist ein Bestandteil der Öffnet internen Link im aktuellen Fenster„Gesamtbetrieblichen Biodiversitätsberatung“ für Schäfereien, die vom Naturschutzfonds Wetterau e.V. angeboten wird. Themen der Exkursion waren die botanischen Besonderheiten der Fläche und die Pflege durch Schafbeweidung.

Trotz regnerischem Wetter hatten sich Schäfer aus der Region eingefunden, um mit Wolfgang Wagner von PlanWerk den Magerrasen am Lohberg zu begehen. Wagner zeigte dabei die Besonderheiten der Vegetation dieses wertvollen Biotops. Die Vegetation der am Lohberg vorkommenden Magerrasen zeichnet sich durch ihren Reichtum an blühenden Kräutern aus. Diese sind wiederrum Nahrungsquelle für zahlreiche Insektenarten. Auf den Flächen kommen Pflanzenarten wie Thymian, Kartäusernelke und Golddistel vor.

Europäisches Schutzgebietssystem

Die Flächen am Lohberg sind aufgrund ihres ökologischen Werts Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“. Die Magerrasen sind unter anderem wegen aufkommender Gehölze gefährdet. Im Rahmen des von der EU geförderten Life+ Projekts „Wetterauer Hutungen“ (2010 bis 2014) wurden deshalb größere Bereiche entbuscht. Diese Teilflächen entwickeln sich nun wieder zu artenreichen Weiden.

„Magerrasen, wie die am Lohberg vorkommenden Flächen, sind besonders schützenswerte Lebensräume und können nur durch die Schäferei effektiv erhalten werden“, erklärt Landrat Jan Weckler, der Vorsitzende des Naturschutzfonds Wetterau e.V. Viele der vorkommenden Pflanzenarten sind an die Beweidung angepasst. Zudem lassen sich die Flächen in Hanglage sowieso nur schlecht mit Maschinen bewirtschaften. Daher war die standortgerechte Beweidung auch ein wichtiges Thema während der Exkursion. Zudem wurde erörtert, welche der Arten gute Futterpflanzen für die Schafe darstellen und welche wiederrum problematisch sein können. Auch über die Folgen der Trockenheit wurde diskutiert. Für die Schäfer bedeuten trockene Jahre Futtermangel. Teilweise müssen sie deshalb sogar ihren Tierbestand reduzieren.

veröffentlicht am: 31.10.2019

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