In Zusammenarbeit mit dem Wetteraukreis und dem Landwirtschaftsamt wurde 2018 das FeldflurProjekt gestartet.

Das Feldflurprojekt Wetterau will den Lebensraum besonders für Grauammer, Rebhuhn und Insekten verbessern. Auch Feldlerche, Wachtel, Feldhamster, Knoblauchkröte, und zahlreiche Ackerwildkräuter profitieren von den Maßnahmen.

Das Projekt und seine Maßnahmen

Mit vielen Maßnahmen setzt sich das Feldflurprojekt für ein dauerhaftes Nahrungsangebot und Deckungsmöglichkeiten und damit die Verbesserung des Lebensraumes für die Feldarten ein. Ein Schwerpunkt sind blütenreiche Feldraine und Feldwege. Sie werden umgebrochen und regionales Saatgut eingesät. Die regionalen Wildpflanzen blühen vor anderen Kulturpflanzen bereits im Frühjahr und locken Insekten an. Wichtig für Rebhuhn und Grauammer, denn diese sind unverzichtbares Futter für ihre Küken. Ein Pflegekonzept für Feldwege und Raine sowie die Beratung von Kommunen soll die Vielfalt der Wege und Säume im Projektgebiet sichern. Ein weiterer Schwerpunkt sind Maßnahmen auf den Ackerflächen. Dort werden Lebensraum-Komplexe für Rebhuhn & Co angelegt, mit Pflanzen, die den Feldvögeln besonders schmecken, einer gewissen Breite der Flächen zum Schutz vor Fressfeinden und Blühflächen, die Insekten anlocken. Auch sogenannte Feldvogel-Fenster in Getreideäckern gehören zu den Schutzmaßnahmen. Die Flächen, die inmitten der Getreidefelder frei von Vegetation bleiben, dienen als Lebensraum und Schutz für die Aufzucht der Jungtiere der Bodenbrüter. Zusätzlich werden im Grünland Brutflächen geschützt. Spätes Mähen oder Umbrechen von Brachen lässt den Tieren Zeit, um die erste Brut im Jahr aufwachsen zu lassen. 2020 und 2021 wurden darüber hinaus zwei „Bienenhügel“  aus unterschiedlichen Bodenmaterialien angelegt. Sie sollen im Boden nistenden Insekten als Lebensraum dienen. Ein weiterer Projektschwerpunkt ist die Erprobung eines Konzepts zur Förderung der Feldarten im Rahmen des ökologischen Landbaus. Das Konzept wurde von der Ökomodellregion Wetterau ausgearbeitet und wird nun im Rahmen des Feldflurprojekts in zwei Ökobetrieben umgesetzt.